Sonntag: 31. Juli
Erfolgserlebnis !!! Endlich fühlte ich mich sicher genug mit Spanisch-Sprechen, dass ich mich diese Woche bei Gabriela gemeldet habe. Sie ist hier geboren und aufgewachsen (somit eine "Porteña"), ist ca 35 Jahre alt, tanzt Tango und reist gerne und viel umher. Vor ca 1,5 Jahren bereiste sie die Schweiz, wobei sie sich den Fuss brach und schliesslich meine Patientin wurde. Sie meinte damals, dass sie finde, ich pflege mit sehr viel Liebe (weil mir der Beruf ja auch echt Spass macht) und sie würde sich freuen, mich in Buenos Aires bisschen rumführen zu dürfen. Gesagt - Getan! Nun bin ich hier und bat sie, in spanisch zu sprechen. Im Wahnsinns-Tempo, habe bei weitem nicht alles verstanden, aber das Wichtige allemal. Und Spass hat's gemacht, mal so richtig in spanisch quasseln zu können und eine tolle Bestätigung, dass da doch was hängen bleibt... ;o) ... Ein Foto folgt evt noch beim nächsten Treffen...
Dienstag: 26. Juli
Heute war ich mit Leandro im kleinen aber feinen Museum von Evita Perón, der "Gründerin" (zusammen mit ihrem Mann - hoher Offizier damals bei der Armee) vieler Sozialsysteme in Argentinien. z.B. leidet heute Argentinien unter einer einst genialen Überlegung: Alle öffentlichen Spitäler sind gratis, für Argentinier und Nicht-Argentinier. Somit werden alle Spital-Leistungen vom Staat bezahlt und die Arbeit sei hochstehend. Dies bedeutet, dass auch die Nachbarländer davon profitieren. Zudem hat sie viel für Kinder/Weisen-Stätte etc getan. Leider durften im Museum keine Fotos gemacht werden.
Montag 25. Juli:
So, grosses Ratespiel oder tatsächlich evt Einer der's weiss? Antworten bitte im Gästebuch festhalten, danke :)
Frage: Wie fährt man auf dieser Mittleren Strasse auf dem Foto? Hinter mir steht noch ein Rotlicht zur Strasse hingewendet, sowie am Boden noch zu erkennen eine Geschwindigkeitsbegrenzung ("70" - ich nehm mal an Meilen, damit kenn ich mich auch nicht aus) in die entgegengesetzte Richtung des Rotlichtes. Auf beiden Strassen Stau (sprich: in beide Richtungen), aber die Mittelspur wird nicht befahren. Logik?

18. Juli:
Das kommt mir Spanisch vor!!! – spanisch für Anfänger!!! ;) (nicht für Jugendliche unter 18 geeignet)
Naja, endlich mal eine Schule wo man die wichtigen Wörter auch gleich mitlernt ;o) oder einfach mal wieder: An(auf-)reize aus Dani’s Alltag…
Da soll sich noch Einer getrauen zu sprechen. Dass Argentinien und auch der Rest von Südamerika nicht spanisch, sondern hispanoamerikanisch spricht, wusste ich vor meiner Reise halt noch nicht, also habe ich in der Schweiz - spontan wie ich bin - einen Deutsch-Spanisch-Duden gekauft, den dicksten den ich fand :)
Unterricht: Also hier in Buenos Aires gibt’s spanische Wörter für „früh aufstehen = madrugar“, „müde sein, aber noch nicht schlafen wollen = tener sueño“, „müde sein = estar cansado“, „ins Bett gehen = acostarse“, „schlafen = dormir“. Na gut, damit kann ich mich ja noch anfreunden. Gut, Dani "sacarse" („se“ ist die reflexive Endung des Verbes und heisst im deutschen „sich“), laut Duden "sich ausziehen", bedeutet in BuenosAires im Slang aber „durchdrehen“ – „sich ausziehen“ heisst nur „sacar“. Dann hat’s begonnen: Innert 5 Minuten sprach ich vom „coger el tren = den Zug nehmen“ (laut Duden), hier heisst „coger“ vulgär „ficken“ (sowie auch „garchar“ – was in meinem Duden nicht mal existiert). Dann unterstellt sie mir vor Lachen, ich sei betrunken („emborracharse“), worauf ich sagen will, dass ich nicht „saufe = chingar“. Nochmals errötet erklärt sie mir, dass dies in Mexico „ficken“ heisse und um mich zu schützen meinte sie noch, in Peru sage man „cachar“, was in Buenos Aires wiederum „spassen“ heisst (sprich: „chiste“ heisst hier und auch im Duden „Witz“ und wird von allen in der Schule oft verwendet für „ich mache nur Spass!“). Daraufhin erfragte ich natürlich die Wörter, welche mir in der Schweiz diesbezüglich für Südamerika beigebracht wurden, nämlich „follar = ficken“, „joder = vögeln“ und „chupar = blasen“. „joder“ heisst hier schlicht und einfach „stören/nervig sein“, „follar“ und „chupar“ habe ich durch ihren Erklärungsversuch mit Gestik und Mimik beim besten Willen nicht deuten können (ist ja auch schwierig, wenn einem die Wörter in der Fremdsprache erklärt werden). Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt haben, ging’s zum Ratespiel: „La sacamos a la noche = dasjenige zieht man nachts aus“ – was könnte „la“ bedeuten und es muss weiblich sein (sonst wär's "lo"). Da mein Wortschatz noch nicht so gross ist, beschränkte ich mich auf’s „T-Shirt = la remera“, sagte aber dummerweise „ramera“. Ja, das heisst dummerweise „Nutte“, steht auch so im Duden, nun weiss ich es :o)
Also nachdem ich mich jetzt wörtlich durch halb Südamerika gevögelt habe, getraue ich mich schon fast nicht mehr die Sachen auf der Strasse beim Namen zu nennen! :)
13. Juli:
Heute war wieder mal ein typischer Dani-Pechvogel-Tag... Jetzt war ich doch so stolz, dass ich mir den "café con leche" und "medialunas de manteca" (Gipfeli) bestellen kann und auch sonst schon recht gut mit dem Spanisch zurechtkomme. Da lauf ich über Mittag zum nächstbesten Café freier Wahl, vertieft am SMS schreiben, als plötzlich an der Kreuzung neben mir ein Auto pfeift, ein Knall ertönt und eine ca 23-jährige Frau (Studentin) vor mir an die Strassenlaterne geschleudert wird und auf den Randstein fällt. Da liegt sie nun, schaut dich an, hält sich Bauch und Rücken und du stehst da und kein Wort spanisch kommt dir über die Lippen. Eigentlich war ich froh, dass sie sprach, aber bewusstlos wäre das Ganze für mich wohl einfacher gewesen... hmmmm... Ruft auch der erste schon etwas von Ambulanz, kommt der andere und sagt endlich "nicht bewegen" auf spanisch und ob sie die Beine noch spüre, ein dritter hält den Kopf und beruhigt sie... ja, da war der Krankenpfleger grad leicht überfordert und das doch "nur" wegen der Sprache... Es dauerte ca 10 Minuten bis die Ambulanz kam, ich machte mich klammheimlich um die Ecke ins Café und das SMS hatte bestimmt 1000 Fehler... :o)
Dem nicht genug, nahm der Tag seinen Lauf. Endlich hatten Sven und ich am späteren Nachmittag den Weg zu einem echt netten Restaurant gefunden mit dem besten Fruchtsalat und dem nettesten Kellner. Wie beim Menschen so üblich meldete sich die Verdauung, ab auf Toilette, ZUM GLÜCK einen Stock tiefer (oft sind die Toiletten auf einer Anhöhe). Neben der Toilette wieder ein offener Abfalleimer für das beschmierte Klo-Papier (ist hier so üblich, man werfe jah nichts in die Schüssel ausser dem Hauptgeschäft, sonst verstopft es wie mir das gestern passierte:). Dann gibts da (scheint ein Profisorium zu sein) ein Loch in der Wand, ca 40x30 cm mit einem Metallhaken. Scheint zum Spülen zu sein. Ja denkste!! Feinsäuberlich leicht dran rum gerüttelt spickt mir das Teil entgegen, im Schwall schiesst Wasser durch das Loch, die Wand füllt sich innerlich in Windeseile. Die Flucht nach oben kein Problem, aber wie mach ich mich diesbezüglich verständlich und was passiert wohl dann und sowieso, mein schönes Geschäft liegt ja auch noch unverfälscht in der Klo-Schüssel und sowieso, SCHEISS-Situation!!! Nachdem der Chef, der arme Putzmann und etwa 2 Kellner unten waren sind wie dann gegangen... Da gehen wir wohl besser nicht mehr hin ?!?
9. Juli:
So, eine Woche bin ich nun schon hier, und habe tausend neue Eindrücke :) Es gibt so einige Eigenheiten der Argentininier, zum Einen gestresste Busfahrer, die ihre Rivalitäten mit den Taxifahrern auf der Strasse genüsslich lautstark ausleben. Zum Anderen die wahnsinnig vielen Plätze, Sehenswürdigkeiten und historischen Gegebenheiten in der Stadt. Und nicht zu vergessen, die Menschen und ihre alltäglichen Gewohnheiten, noch habe ich keinen "Mate" (Tee und Nationalgetränk der Argentinier, bitter und grün) probiert, jedoch schon stundenlang in wirklich traumhaften Cafés (von denen es hier nur so wimmelt) verweilt.
Heute ist Nationalfeiertag, was sich jedoch hier noch mehr in Aufständen, Demos und ständigen Plakaten äussert, nichts von Feuerwerk und feiern. Morgen sind Wahlen, zur Zeit ist Sña Fernandez an der Macht, setzt sich für die Armen in den Provinzen ein (macht ihre Arbeit scheinbar gut), jedoch ist BuenosAires der reichste Platz in Argentinien, also mögen die Leute hier ihre Arbeit nicht, und zu guter Letzt wohne ich im Stadtteil Recoleta, die Gegend der "Reichen", zu denen auch meine Gastmutter gehört. Diese hat sich gestern schon herrlich über Frau Fernandez aufgeregt, ... weshalb wohl?!?... :) naja, zum Glück ist Abstimmen hier nur für Argentinier Pflicht. Sie haben morgen alle frei, müssen aber dafür abstimmen gehen, sei obligatorisch. Bin ja gespannt, was ich da wieder falsch verstanden habe, schliesslich können ja nicht alle frei haben?!?
4.Juli:
Heute war mein erster Schultag und so hab ich mich auch gefühlt, nur die Schultüte fehlte :o) Nachdem ich fasziniert den Bus 12 gefunden hatte und schliesslich nach kurzer Suchaktion auch die Schule war die Nervosität weg, Annika (die Leiterin der Schule, auf die ich mich sehr gefreut hatte, da alle sie als mega nett, zuvorkommend, hilfsbereit, schweizerdeutsch sprechend und so weiter beschrieben haben) ist in der Schweiz bis August um den Sommer zu geniessen… grins
Na gut, die anderen sind auch echt nett und hab schon viel gelernt für einen Tag. Am Nachmittag bekam ich eine private Sight-Seeing-Tour auf spanisch von einem Mitarbeiter der Schule, kann kaum englisch, und war seeeehr informativ… Nein, im Ernst, war erstaunt wie genial das funktionierte, mein ganzes Englisch, Französisch, Italienisch und Tubeli-Dütsch kommt mir nun zu Gute und mit Händen und Füssen hat er mir nochmals die ganze Politik, Befreiungskriege, wichtige Plätze und sogar den „sementario“ (Friedhof) mit dem Grab von Evita Perón und anderen „famosos“ und die Kirche San Martin’s gezeigt und mit Jahreszahlen und Namen um sich geschlagen. Gott sei Dank hatte ich dies alles schon vorher im Kulturführer gelesen… Aber auch ER, extrem nett und fürsorglich. Sie schauen alle wirklich gut hier für mich, fühl mich wohl!!!
Am Abend dann etwas müde wieder bei „Mecky“, innert 5 Minuten erst die Rolladen verklemmt, (als ich Mecky rief meint sie mit der Hand vor’m Gesicht, dass sie mir eben DAS gestern auf spanisch zu erklären versuchte, diese nicht ganz hochzuziehen…), dann mit meinem Arsch auf den Glastisch um die Rolladen zu reparieren, dieser in tausend Stücke zerbrach, woraufhin Mecky mich halten will und mein Handy zu Boden schmeisst (funktioniert noch). Wir haben nun zusammen aufgeräumt… ;)
Naja, jetzt denkt wohl jeder „Gott sei Dank dürfen sich mal die Andern mit Dani rumschlagen“! Schon gut, ich vermisse euch auch :oDD
3. Juli:
Heute ist Sonntag und ich hatte etwas Zeit, meine Gastfamilie kennenzulernen. Maria („Mecky“), die Mutter ist halt eine richtige „Madre“ :o) Sie wollte mir gar nicht die Hand reichen, sondern mich gleich umarmen, sie meinte, nachdem sie mir in die Augen schaute, dass sie Glück habe, ich sei offen und familiär, sie freue sich sehr. Ihr Sohn dagegen spricht kaum ein Wort, scheint ziemlich genervt, wahrscheinlich, weil ich der inzwischen 170. Student in der Wohnung bin und er mit allen den televisión, die Wohnung und nicht zuletzt die madre teilen muss…?!? und nein, er ist nicht besonders hübsch, müsst also keine Angst haben, wegen ihm bleib ich nicht in Argentinien :)
Dann zeigte mir Ally (eine Studentin aus Arizona und im Zimmer neben mir) die Stadt, laBoca, SanTelmo und den Markt. Sie reist am Mittwoch ab (nach 6 Monaten Aufenthalt) und führt mich nun ein – natürlich auf weibische Art mit Shoppen, Handy besorgen, „monedas“ (Kleingeld) wechseln etc…
Spezielle Umgangsformen hier in Buenos Aires:
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Busfahren für Anfänger :o) : Du musst unter dem richtigen Bus-Zeichen stehen ganz vorne an der Strasse und aufmerksam Ausschau halten. Sobald du den richtigen Bus siehst hälst du den Arm raus, am besten springst noch auf und ab (vor Freude)J Dann steigst schnell vorne ein und sagst dem Fahrer, wieviel du zu bezahlen hast (uno diece, uno venti oder uno venticinco). Wieviel du bezahlen musst hängt von der Entfernung ab und das ist Glücksache, also am besten immer venticinco bezahlen solange man die Sprache nicht kann… ;) und immer darauf achten, dich zu beeilen, denn hinter dir drängeln sich alle rein und der Fahrer fragt bei jedem „finito“? Beim Ersten, der „si“ sagt, gibt der Bus’chauffeur Gas ohne erst die Tür zu schliessen und rumms um die erste Kurve, halte sich wer kann, der erste wäre bereits beinahe rausgeflogen… !?! Für alte Leute geben sie etwas weniger Gas, !ha! wer’s glaubt.
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Orientierung: Avenidas (grosse Strassen, die Grösste mit 18 Spuren) laufen parallel so ca alle 5 Blocks auseinander, Calles (Strassen) dazwischen, alles Einbahnen, fünf mal von rechts, dann Avenida, dann fünf mal von links, dann Avenida usw. Bis ich das rausfand hab ich mich schon fünf mal verlaufen.
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Touristas: Alles niet-und nagelfest (so wie wir’s mögen) am Körper tragen, nicht durch’s Gedränge und im Bus immer die Tasche am Körper, bisher kein Problem… Abwarten!
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Hunde: Gruss an Naemi, du hattest recht ;) Hunde und Katzen hier und dort…
2. Juli
Die Kacke dampft, …Was für eine Reise?!?
12h Flug mit der Swiss problemlos, doch dann… Im Flugzeug konnte von 4 Befragten keiner sagen, ob mein Gepäck direkt mitgeschickt wird oder ob ich es neu ein-checken muss, nein, die Aussagen waren sogar widersprüchlich. Na gut, Stempel von SaoPaulo gefasst, jedoch kam kein Gepäck, somit war die Mühe umsonst. Doch zurück kann man nicht, wenn man mal draussen ist, so rannte ich erst zur Passkontrolle um wieder in den DutyFree-Bereich reinzukommen, diese schicken mich zum nächsten Eingang, diese meinen, Boarding Passes von der Swiss nicht einlesen zu können, ich müsse neu ein-checken. Da stand ich nun geschlagene 2h in der Schlange, bis mir die genervte Mitarbeiterin dann zu verstehen gab, kein Englisch zu sprechen, drückte ich mich an den Schalter nebenan, wo eh auch schon alle genervt und gestresst waren, dann kommunizierten diese 2 über meinen Kopf im schönsten Portugiesisch, bööö?!? Dann hiess es „warten bis 10 Uhr ortszeit, der Flieger habe Verspätung“ – zudem gab’s einen Voucher für Frühstück. Mir war das zu spät, da die Abflugzeit in etwa 10 Uhr war und in Anbetracht der Wartezeiten!?! So begab ich mich nochmals zum Eingang, wo mir eine nette kleine Angestellte mit gelber Weste und gutem Englisch ihre Hilfe anbot. Mit ihr rannte ich nochmals zurück an den Schalter, höchst offiziell so mit Leuchtweste, diese meinte dann erneut, ich müsse beim Büro auf der gegenüberliegenden Seite nachfragen, die könnten mir helfen. Gesagt, getan, dort wieder 40 Minuten Probleme in herrlichem lateinamerikanischem Temperament angehört bis dann mal alle Kunden vor die Tür gestellt wurden. Im Einzelgespräch ergab sich wieder das Problem, dass die gute kaum ein Wort englisch konnte und ich den Kopf schon halb voller portugiesischer Ausdrücke hatte und die Verwirrung komplett war. Sie schickte mich zurück, ich solle bis 10 Uhr warten und dann schauen, was frei sei, es würden sowieso alle Flüge verspätet sein, der Vulkan nahe Buenos Aires sei ausgebrochen. Toll!!! Das wusste ich ja bisher noch gar nicht.
So entschloss ich mich frohen Mutes für das Frühstück um ca halb 10. Toll wie viel diese Brasilianer sprechen, doch egal wo man fragt, keiner kann englisch und nur wenige spanisch, das heisst, sie verstehen spanisch, aber sprechen es nicht… toll, soweit bin ich auch schon ;o/ So konnte ich nicht mal mit Händen und Füssen ein Sandwitch bestellen, nicht mal einen Kaffee. Die 7-8 Leute um mich herum (nicht etwa hinter mir wie in der Schweiz) sahen mich alle fragend an, hätt ich am liebsten geheult. Ein Capitain erbarmte sich meiner und übersetzte dann schliesslich meine Wünsche, woraufhin 1 dunkelhäutiger neben mir begann zu lachen und meinte „Welcome to brasil“ und „you need a long time to learn this language“, woraufhin 2 Brasilianer mich mitfühlend anlächelten und nickend ebenfalls willkommen hiessen. Erschlagen kippte ich den Kaffee rein und ging wieder.
Um 10 Uhr dann wieder am Check-in, natürlich vorgedrängelt, und das geht nur, wenn man die Leute auf die Seite schuppst, das scheint hier normal, ich wurde auch erneute 3mal unterbrochen und weggedrängt. Da meint die gute Frau wieder, ich solle doch 2 Schalter nebenan bei dem netten Herrn fragen, der spreche englisch. Gesagt, getan, schickt dieser mich erneut ins Büro um die Boarding Tax zu bezahlen, dann erst könne er mir ein Ticket ausstellen, er war seeehr nett. Zurück zum Büro, fast heulend vor Elend, da ich schon wieder an einer stehenden Schlange von mindestens 2h vorbeidrückte mit wässrigen Augen, Gott hatten DIE Mitleid… Ziel erreicht, 67 irgendwas über die Karte abgebucht, keine Ahnung welche Währung hier herrscht und zurück das selbe Spiel erneut beim Check-in. Siehe da, ENDLICH die ersehnten Tickets (in dessen Besitz ich ja eigentlich bereits seit dem Flughafen Zürich gewesen wäre, wäre da nicht die Gepäckfrage gewesen) und ab durch die Kontrolle in den Duty-Free-Bereich, was ich mit einem Foto auch gleich als einen Glücksmoment festhielt! Nun warte ich auf den Flug, der evt heute noch fliegen soll… ich bin ja mal gespannt.
Siehe da, ich bin angekommen nach ca 24h Reisezeit, juhui...